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Münchener Verein 571+572+573+574 Zahnzusatzversicherung im Vergleich

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Münchener Verein 571+572+573+574 - Leistungen in Kürze

Münchener Verein 571+572+573+574 - Informationen & Erfahrungen

Die Münchener Verein Zahnzusatzversicherung 571+572+573+574 bietet hochwertige Leistungen in den Bereichen Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe und zählt zu den Premium-Tarifen.

Der Bereich Zahnersatz (beispielsweise Kronen oder Inlays) wird aus dem Tarifbaustein 571 zu 90% übernommen. In der Tarifstufe 572 sind die Kosten für hochwertige Kunststofffüllungen sowie Inlays zu 100% abgedeckt. Der Bestandteil 573 übernimmt in diesem Tarif die Leistungen für Wurzel- und Parodontosebehandlungen sowie für Aufbissbehelfe / Schienen. Erstattet werden hier ebenfalls 100%.

Die Zahnprophylaxe (z.B. professionelle Zahnreinigung) wird aus dem Tarif 574 zu 100% bis zu einer Höhe von maximal 170 Euro je Versicherungsjahr übernommen. Dieser sehr hochwertige Tarif ist ohne Wartezeiten kalkuliert, beim Abschluss ist keine Gesundheitsprüfung notwendig.

Besonders interessant sind die Zahnzusatzversicherung Tarife des Münchener Verein auch für Soldaten, welche über die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (UTV) krankenversichert sind, da dieser unseres Wissens der einzige Versicherer auf dem Markt ist, welcher für sie abschließbar ist!

Bei Finanztest wurde die Tarifkombination Münchener Verein Deutsche Zahnversicherung 571+572+573+574 in der aktuellsten Ausgabe von August 2014 mit der Testnote „Sehr gut“ (1,0) bewertet!

Münchener Verein 571+572+573+574 - Ausführliche Leistungsbeschreibung

Allgemeines

Bis zu welchem Gebührensatz wird das zahnärztliche Honorar erstattet?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet im allgemeinen bis zum Höchstsatz der GOZ (3,5facher Satz).

Experten-Erklärung:

Der Zahnarzt berechnet das Honorar für eine privatzahnärztliche Behandlung nach der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte). Bei der Bemessung der Gebührenhöhe hat der Zahnarzt einen gewissen Spielraum. Er kann die Höhe der einzelnen Gebührenpositionen anhand von sogenannten „Steigerungsfaktoren“ anpassen.

In der Gebührenordnung ist jede Position mit dem sog. Einfachsatz (1facher Gebührensatz) angegeben. Die GOZ sieht vor, dass Behandlungen vom Zahnarzt ohne weitere Begründung bis zum 2,3fachen Satz (dem sog. „Regelhöchstsatz“) berechnet werden können. Eine Überschreitung des 2,3fachen Satzes ist mit gesonderter Begründung auf der Rechnung bis zum 3,5fachen Satz (Höchstsatz der GOZ) möglich.

In seltenen Einzelfällen hat der Zahnarzt darüber hinaus die Möglichkeit, den Höchstsatz der GOZ zu überschreiten – dies muss der Zahnarzt jedoch nach den Vorgaben der GOZ zwingend schriftlich vor Beginn der Behandlung mit dem Patienten vereinbaren (in der Praxis rechnen die meisten Zahnärzte im Rahmen des Höchstsatzes bis 3,5fach ab – eine Überschreitung des Höchstsatzes ist in der Praxis sehr selten).

Sieht der Tarif Wartezeiten vor?
Nein, alle Leistungen des Tarifes Münchener Verein 571+572+573+574 stehen sofort nach Versicherungsbeginn in vollem tariflichen Umfang zur Verfügung!
Verzichtet der Versicherer auf das ordentliche Kündigungsrecht?
Ja, der Münchener Verein verzichtet auf das Recht der ordentlichen Kündigung. Das bedeutet, der Versicherer kann den Vertrag mit Ihnen nicht einfach so ohne Angabe von Gründen kündigen.
Sieht der Tarif altersbedingte Beitragserhöhungen vor (Kalkulation mit oder ohne Alterungsrückstellungen)?

Ja, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 ist ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert. Die Beiträge erhöhen sich demnach automatisch beim Erreichen der im Tarif definierten Altersgrenzen.

Den voraussichtlichen Verlauf der Beiträge können Sie dem abgebildeten Diagramm bzw. der Tabelle entnehmen.

Alter Beitrag
0-20 13,89 €
21-30 24,32 €
31-40 29,77 €
41-50 37,77 €
51-60 47,77 €
61-101 60,77 €

Beitragsentwicklung

Darüber hinaus besteht bei allen Tarifen das allgemeine Risiko von Beitragsanpassungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen!

Sieht der Vertrag eine Mindestvertragsdauer vor? Wie ist die Kündigung geregelt?

Nein, es besteht keine anfängliche Mindestvertragsdauer.

Die Kündigung ist jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich
Muss vor Beginn einer Behandlung ein HKP zur Prüfung eingereicht werden?

Nein, die vorherige Einreichung eines Heil- und Kostenplanes (HKP) ist im Leistungsfall nicht zwingend vorgeschrieben. Es erfolgt keine Leistungskürzung nur aufgrund eines vorab nicht geprüften Heil- und Kostenplanes.

Experten-TIPP: die Einreichung eines Heil- und Kostenplanes vor Beginn einer Behandlung dient allerdings Ihrer eigenen Sicherheit. Wir empfehlen daher die vorherige Einreichung eines Heil- und Kostenplanes ab einer zu erwartenden Gesamtrechnung in Höhe von ca. 1.000,00 € (auch wenn die Versicherungsbedingungen keine Verpflichtung dazu vorsehen).

Sieht der Tarif ein Preis- und Leistungsverzeichnis für Material- und Laborkosten vor?

Nein, die Versicherungsbedingungen sehen kein festes Preis- und Leistungsverzeichnis vor. Im Tarif Münchener Verein werden Material- und Laborkosten daher grundsätzlich in angemessenem Rahmen tariflich voll erstattet.

Sind die tariflichen Leistungen während der ersten Jahre in der Höhe tariflich begrenzt?

Die Leistungen im Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 sind während der ersten Jahre nach Abschluss in der Höhe eingeschränkt (Summenstaffel).

Die maximalen Leistungen im Bereich Zahnersatz (ohne Inlays) sind anfänglich begrenzt auf:

1. Versicherungsjahr max. 300 €
1. - 2. Versicherungsjahr max. 600 €
1. - 3. Versicherungsjahr max. 900 €
1. - 4. Versicherungsjahr max. 1.200 €

Die maximalen Leistungen im Bereich Inlays, Füllungen, KFO sind begrenzt auf:

1. Versicherungsjahr max. 300 €
1. - 2. Versicherungsjahr max. 600 €
1. - 3. Versicherungsjahr max. 900 €
1. - 4. Versicherungsjahr max. 1.200 €

Die maximalen Leistungen für Wurzel- und PA, Schienen sind anfänglich begrenzt auf:

1. Versicherungsjahr max. 300 €
1. - 2. Versicherungsjahr max. 600 €
1. - 3. Versicherungsjahr max. 900 €
1. - 4. Versicherungsjahr max. 1.200 €

Ab dem 5. Jahr sind die Leistungen unbegrenzt!

Das Versicherungsjahr berechnet sich mit jeweils 12 Monaten exakt ab Versicherungsjahr. Beispiel: Wenn Ihr Vertrag am 1.6. eines Jahres begonnen hat, läuft das Versicherungsjahr hinsichtlich der Leistungsbegrenzungen immer vom 1.6. bis zum 31.5. des Folgejahres.

Sofern Behandlungen auf einen nachweislich nach Abschluss der Versicherung eingetretenen Unfall zurückzuführen sind, entfällt die Begrenzung!

Gibt es Rabatt, wenn man den Beitrag jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich bezahlt?

Ja, wenn Sie den Beitrag im voraus bezahlen, erhalten Sie folgenden Rabatt:

  • jährlich: 3%

Annahmerichtlinien

Wer kann die Versicherung abschließen (Annahmerichtlinien)?

Im Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 können sich Personen versichern, die bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse versichert sind (dabei ist unerheblich, ob die Person als Hauptmitglied selbst pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert ist).

Darüber hinaus ist dieser Tarif auch für Personen abschließbar, die (z.B. als Polizisten) über einen Träger der „freien Heilfürsorge“ abgesichert sind.

Führt der Versicherer bei Abschluss eine Gesundheitsprüfung durch?

Nein, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 wird ohne Gesundheitsprüfung angeboten. Bei Abschluss sind also keine Angaben über den Zahnzustand notwendig.

Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind jedoch alle vor Abschluss der Versicherung eingetretenen „Versicherungsfälle“, also Behandlungen, die bereits vor Abschluss vom Zahnarzt angeraten oder geplant worden sind.

Ausgeschlossen sind darüber hinaus fehlende Zähne, die bereits vor Abschluss der Versicherung gefehlt hatten und nicht ersetzt waren (also bei Abschluss echte vorhandene Zahnlücken / Freiendlücken).

Können fehlende Zähne (unversorgte Zahnlücken) mit versichert werden?

Nein – alle Zähne, die bereits vor Abschluss der Versicherung fehlten und nicht ersetzt waren, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Können vorhandene herausnehmbare Prothesen mit versichert werden?

Ja, eine bei Abschluss vorhandene herausnehmbare Prothese ist uneingeschränkt im tariflichen Umfang mit versichert, sofern diese voll intakt ist, es sich dabei um eine dauerhafte Zahnersatzversorgung handelt (kein Provisorium) und vom Zahnarzt keine Neuversorgung, Reparaturen o.Ä. angeraten waren.

Kann vorhandener fester Zahnersatz (z.B. Kronen, Brücken) mit versichert werden?
Ja, bei Abschluss vorhandener festsitzender Zahnersatz ist uneingeschränkt im tariflichen Umfang mit versichert, sofern dieser voll intakt war und vom Zahnarzt keine Neuversorgung, Reparaturen o.Ä. angeraten waren.

Zahnersatz

Was versteht der Versicherer unter Zahnersatz?

Versichert ist grundsätzlich die medizinisch notwendige Versorgung mit Zahnersatz (sowohl Neuanfertigung als auch Reparaturen an vorhandenem Zahnersatz).

Kronen, Brücken & Prothesen
In welcher Höhe leistet der Tarif für hochwertigere Kronen, Brücken und Prothesen?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet in folgender Höhe für hochwertige Kronen, Brücken und Prothesen:

Unabhängig vom Bonusheft: 90% inkl. Vorleistung der GKV

„Inkl. GKV“ bedeutet, dass in den genannten Prozentsätzen bereits etwaige Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt sind.

Keramische Verblendungen an Kronen oder Brücken werden bis einschließlich Zahn Nr. 6 erstattet.

Für die dahinter liegenden Backenzähne sind Kronen oder Brücken zwar prinzipiell auch versichert, aber nur ohne Ausführung einer gesondert berechneten Keramikverblendung.

Leistet der Versicherer für Kronen, Brücken oder Prothesen auch ohne Leistung der GKV?

Steht dem Versicherten seitens der gesetzlichen Krankenkasse kein Festzuschuss für eine medizinisch notwendige Zahnersatzbehandlung zu, ohne dass der Versicherte dies selbst verschuldet hat, kürzt der Versicherer die tarifliche Erstattungsleistung um 35%!

In welcher Höhe leistet der Tarif bei Durchführung der Regelversorgung?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet im Rahmen der gesetzlichen Regelversorgung:

Unabhängig vom Bonusheft: 100% inkl. Vorleistung der GKV
Experten-Erklärung:

Dieser Punkt dürfte für die Praxis eine eher untergeordnete Rolle spielen. Unter gesetzlicher Regelversorgung versteht man eine

  • ausreichende
  • wirtschaftliche
  • zweckmäßige

Versorgung mit Zahnersatz. Es handelt sich dabei quasi um die günstigste Möglichkeit, Ihr Gebiss mit Zahnersatz zu versorgen.

Die gesetzliche Krankenkasse erstattet Ihnen als Festzuschuss 50% der Kosten für die gesetzliche Regelversorgung. Durch regelmäßige zahnärztliche Vorsorge können Sie diesen Zuschuss auf 60% (5 Jahre Bonusheft Nachweis) bzw. 65% (10 Jahre Nachweis über Bonusheft) erhöhen.

Wenn Sie eine Zahnersatzversorgung ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Regelversorgung durchführen lassen und keinerlei private Vergütungsanteile gemäß GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) berechnet werden, entstehen in der Praxis keine besonders hohen Kosten.

In diesem Sonderfall erstatten viele Versicherungsgesellschaften höhere Prozentsätze als für privatzahnärztliche Behandlungen. In der Praxis dürfte dieser Fall allerdings eher selten auftreten (dafür schließt man ja eigentlich eine Zahnzusatzversicherung ab, um die Zähne im Bedarfsfall mit hochwertigem Zahnersatz versorgen lassen zu können), daher sollten sie ihm keine besondere Bedeutung zukommen lassen.

Implantate
In welcher Höhe leistet der Versicherer für Implantate?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet in folgender Höhe für Implantate:

Unabhängig vom Bonusheft: 90% inkl. Vorleistung der GKV

„Inkl. GKV“ bedeutet, dass in den genannten Prozentsätzen bereits etwaige Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt sind.

Im Rahmen einer Implantation ist auch ein medizinisch notwendiger Knochenaufbau mit künstlichem oder körpereigenem Material (sogenannte „Augumentation“) mit versichert.

Die Anzahl erstattungsfähiger Implantate ist tariflich nicht begrenzt. Die Erstattung richtet sich nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalles.

Die Erstattungsleistung für Implantate ist tariflich nicht auf einen bestimmten Höchstbetrag je Implantat begrenzt.

Experten-Erklärung:

Implantate bestehen üblicherweise aus Titan und werden im Falle eines Zahnverlustes als künstliche Zahnwurzel im Kiefer verankert. Damit lassen sich sowohl einzelne Zähne substanzschonend (ohne die Nachbarzähne für eine Brücke als Haltezähne anzuschleifen) ersetzen, als auch Zahnersatz für mehrere Zähne unterstützen (z.B. mehrere Implantate als Halterung für eine herausnehmbare Prothese).

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Implantate nicht direkt – die Einbringung eines Implantates und alle damit in Verbindung stehenden Vor- und Nachbehandlungen (z.B. ein aufwändiger Knochenaufbau als Vorbereitung) sind keine Kassenleistungen. Sie erhalten in aller Regel allerdings einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich auf Basis der günstigsten möglichen Versorgung (sog. Regelversorgung) berechnet.

Beispiel: Ersatz eines fehlenden Einzelzahnes

Im Falle einer Einzelzahnlücke sieht die GKV als Regelversorgung eine Brücke vor, die an den beiden die Lücke begrenzenden Nachbarzähnen verankert wird. Hierbei müssen mitunter gesunde Nachbarzähne als Brückenpfeiler abgeschliffen (= zerstört!) und mit überkront werden. Wenn Sie sich stattdessen für ein Implantat entscheiden, erhalten Sie von Ihrer GKV ebenfalls den Zuschuss für die Brückenlösung. Dieser deckt bei Implantaten im Regelfall jedoch nicht mehr als ca. 10-20% der wirklich entstehenden Gesamtkosten!

Leistet der Versicherer für Implantate auch ohne Vorleistung der GKV?

Steht dem Versicherten seitens der gesetzlichen Krankenkasse kein Festzuschuss für eine medizinisch notwendige Zahnersatzbehandlung zu, ohne dass der Versicherte dies selbst verschuldet hat, kürzt der Versicherer die tarifliche Erstattungsleistung um 35%!

Inlays
In welcher Höhe leistet der Versicherer für Inlays?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet in folgender Höhe für Inlays:

Unabhängig vom Bonusheft: 100% inkl. Vorleistung der GKV

„Inkl. GKV“ bedeutet, dass in den genannten Prozentsätzen bereits etwaige Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt sind.

Die Anzahl erstattungsfähiger Inlays ist tariflich nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt.

Leistet der Versicherer für Inlays auch ohne Vorleistung der GKV?

Steht dem Versicherten seitens der gesetzlichen Krankenkasse kein Zuschuss für eine medizinisch notwendige Versorgung mit Inlays zu, ohne dass der Versicherte dies selbst verschuldet hat, erhalten Sie aus Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 dennoch die vollen tariflichen Leistungen!

Leistet der Tarif bei einer Zahnersatzmaßnahme auch für FAL/FT?

Ja, der Tarif leistet im Zusammenhang mit Zahnersatzbehandlungen auch für funktionsanalytische / funktionstherapeutische Maßnahmen (FAL/FT). Die Leistungen werden gemäß Abschnitt J. Der GOZ übernommen (GOZ 8000-8100).

Experten-Erklärung:

Im Rahmen einer Versorgung mit Zahnersatz ist es wichtig, dass Kiefergelenk und der einzubringende Zahnersatz optimal aufeinander abgestimmt werden. Ansonsten kann es unter Umständen zu gravierenden Kiefergelenksproblemen wie z.B. Zähneknirschen, Verspannungen o.Ä. kommen. Um solche Beschwerden zu vermeiden, hat der Zahnarzt die Möglichkeit, eine sogenannte Funktionsanalyse / Funktionstherapie durchzuführen. Die Kosten einer solchen Zusatzbehandlung liegen im Bereich von ca. 600 bis 900 Euro und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Zahnbehandlungen

Was versteht der Versicherer unter Zahnbehandlung?

Der Tarif leistet für folgende Arten von Zahnbehandlung:

  • Professionelle Zahnreinigung (PZR)
  • Fissurenversiegelung
  • Hochwertige Kunststofffüllungen
  • Wurzelkanalbehandlung
  • Parodontosebehandlung
In welcher Höhe leistet der Versicherer für professionelle Zahnreinigung (PZR)?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet für professionelle Zahnreinigung (PZR) 100%.

Je Versicherungsjahr erstattet der Versicherer maximal 170,00 € für die PZR.

Die Anzahl erstattungsfähiger PZR-Behandlungen ist tariflich nicht begrenzt.

Diese tarifliche Begrenzung gilt sowohl für die professionelle Zahnreinigung als auch für alle anderen prophylaktischen Leistungen, die in diesem Tarif erstattet werden (z.B. Fissurenversiegelung).

Die professionelle Zahnreinigung wird auch für Kinder im tariflichen Rahmen erstattet.

Experten-Erklärung:

Die professionelle Zahnreinigung (abgekürzt PZR) ist eine umfassende Vorsorge-Maßnahme, welche nicht im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung übernommen wird. Bei einer PZR werden nicht nur oberflächliche Beläge entfernt (wie bei einer einfachen Zahnsteinentfernung), sondern auch Beläge unterhalb des Zahnfleisches. Zusätzlich werden auch die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume gründlich gereinigt, die Oberflächen der Zähne poliert und fluoridiert. Die PZR wird nach der GOZ-Ziffer 1040 berechnet – die Gebührenhöhe richtet sich nach der Anzahl behandelter Zähne und dem Schwierigkeitsgrad im Einzelfall. Im Schnitt liegen die Kosten einer professionellen Zahnreinigung etwa zwischen 70 und 110 Euro je Behandlung.

Sieht der Tarif Leistungen für die Fissurenversiegelung vor?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet für Fissurenversiegelung 100%.

Je Versicherungsjahr erstattet der Versicherer maximal 170,00 € für die Fissurenversiegelung.

Die Anzahl erstattungsfähiger Behandlungen ist tariflich nicht begrenzt.

Diese tarifliche Begrenzung gilt sowohl für die Fissurenversiegelung als auch für alle anderen prophylaktischen Leistungen, die in diesem Tarif erstattet werden (z.B. professionelle Zahnreinigung).

Bei Kindern leistet der Versicherer auch für die Versiegelung kariesfreier Milchzähne.

Experten-Erklärung:

Die Kautäler zwischen den Höckern unserer Backenzähne bezeichnet man als „Fissuren“. Diese lassen sich mit einer dünnen Schicht Kunststoff versiegeln, so dass sich an diesen für Zahnbürsten schwer erreichbaren Stellen nicht so leicht Karies bilden kann. Die Fissurenversiegelung wird häufig bei Kindern und Jugendlichen empfohlen. Die gesetzlichen Kassen erstatten bei Kindern von 6 bis 18 Jahren die Fissurenversiegelung nur an den beiden hinteren bleibenden Backenzähnen (6er und 7er) – eine Versiegelung der davor liegenden kleinen Backenzähnen (4er und 5er) ist Privatleistung und wird nicht von der GKV getragen, genauso wie die Versiegelung von Milchzähnen. Die Kosten einer Fissurenversiegelung berechnen sich nach der GOZ Ziffer 2000 und liegen je Zahn bei bis zu 17,72€ (3,5facher Satz GOZ 2000) - allein die Versiegelung der 4 kleinen Backenzähne kann somit insgesamt über 70€ kosten!

In welcher Höhe leistet der Tarif für hochwertige Kunststofffüllungen?

Der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet in folgender Höhe für hochwertige Kunststofffüllungen:

Unabhängig vom Bonusheft: 100% inkl. Vorleistung der GKV

„Inkl. GKV“ bedeutet, dass in den genannten Prozentsätzen bereits etwaige Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt sind.

Experten-Erklärung:

Karies ist eine weit verbreitete Volkskrankheit. Die Zahnmedizin hat sich in Sachen Füllungstherapie stetig weiterentwickelt. Arbeitete man früher häufig mit Amalgam oder einfachen Kunststofffüllungen, so versorgen die meisten Zahnärzte Ihre Patienten heutzutage mit hochwertigen Kunststofffüllungen in Mehrschichttechnik. Dabei werden nach Entfernung der Karies mehrere dünne Schichten Kunststoff nacheinander in den präparierten Zahn eingebracht und einzeln ausgehärtet. Dadurch entsteht eine sehr langlebige Füllung, die in vielen Fällen mitunter länger als 10 Jahre halten kann. Die Berechnung derartiger Kunststofffüllungen erfolgt nach GOZ (Ziffern 2060 / 2080 / 2100 / 2120). Eine solche Füllung kostet je nach Größe und Schwierigkeit etwa zwischen 70 und 150 Euro.

Leistet der Tarif für eine Wurzelkanalbehandlung?

Ja, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet auch für Wurzelkanalbehandlungen:

Wurzelbehandlung ohne Vorleistung der GKV:

Fällt die Wurzelkanalbehandlung nicht in den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (Fall 1), so leistet der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 100% für eine vollständig privat berechnete Wurzelkanalbehandlung.

Die Kosten einer reinen Privatwurzelbehandlung können etwa zwischen 800 und 1100€ € betragen!

Im Rahmen einer reinen Privatbehandlung (ohne Vorleistung der GKV) leistet der Tarif für eine Behandlung mit hochmoderner Technik, beispielsweise die Anwendung eines Laser-Gerätes oder die Arbeit mit einem hochauflösenden Operationsmikroskops. Für diese Leistungen akzeptiert der Versicherer die Berechnung der gemäß GOZ vorgesehenen Zuschlagspositionen (Zuschlag Laser GOZ 0120, Zuschlag OP-Mikroskop GOZ 0110).

Wurzelbehandlung mit Vorleistung der GKV:

Fällt die Wurzelkanalbehandlung in den Leistungsumfang der GKV (Fall 2), z.B. weil durch die Behandlung eine geschlossene Zahnreihe erhalten werden kann, leistet der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 100% für privat berechnete Mehrkosten.

Voraussetzung für die Berechnung der Mehrkosten ist, dass es sich um eigenständige Leistungen der GOZ handelt, die mit der Kassenleistung nicht abgegolten sind. Reine Verlangensleistungen gemäß §2.3 der GOZ werden vom Versicherer nicht erstattet.

Beispiele für erstattungsfähige Mehrkosten sind:

  • elektrometische Längenbestimmung eines Wurzelkanals (GOZ 2400)
  • Anwendung elektrophysikalisch-chemischer Methoden (GOZ 2420)
  • zusätzliche medikamentöse Einlagen (GOZ2430)

Der angegebene Prozentsatz beinhaltet bereits die Vorleistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung, d.h. die Leistungen der GKV werden angerechnet.

Experten-Erklärung:

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten einer Wurzelbehandlung im Backenzahnbereich nur dann, wenn dadurch

  • eine geschlossene Zahnreihe erhalten bleibt
  • eine einseitige Freiendsituation vermieden wird
  • vorhandener intakter Zahnersatz erhalten wird

Sind diese Kriterien nicht erfüllt, leistet Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht für die Erhaltung eines Zahnes mittels einer Wurzelkanalbehandlung. Die Kassenleistung besteht dann darin, den an der Zahnwurzel erkrankten Zahn zu entfernen und im Rahmen der gesetzlichen Regelversorgung zu ersetzen.

Entscheiden Sie sich dennoch für den Erhalt Ihres Zahnes, ist die Wurzelbehandlung vollständig Privatleistung. Die Kosten einer solchen Privatbehandlung können je nach Aufwand und Verlauf in etwa zwischen 800 und 1100€ betragen (Fall 1: Wurzelbehandlung ohne GKV-Vorleistung).

Ist eines der oben genannten Kriterien erfüllt, übernimmt die GKV im Rahmen des Sachleistungsprinzips die Kosten der Wurzelbehandlung vollständig – allerdings nur im Rahmen einer einfachen Standardbehandlung, welche den Richtlinien des 5. Sozialgesetzbuches (SGB V) entspricht. Demnach muss die Behandlung der GKV

  • ausreichend
  • wirtschaftlich
  • zweckmäßig

sein.

Entscheiden Sie sich in Absprache mit Ihrem Zahnarzt für eine darüber hinausgehende hochwertigere Versorgung mit moderner zahnmedizinischer Technik, können ungeachtet der Kassenleistung darüber hinausgehende privat zu tragende Mehrkosten in Höhe von mehreren hundert Euro entstehen (Fall 2: Wurzelbehandlung mit GKV-Vorleistung), beispielsweise für das exakte Ausmessen der Wurzelkanäle mittels modernster Technik (GOZ 2400 – elektrometische Längenbestimmung).

Leistet der Tarif für eine Parodontosebehandlung?

Ja, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet auch für Parodontosebehandlungen:

Parodontosebehandlung ohne Vorleistung der GKV:

Fällt die Parodontosebehandlung nicht in den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (Fall 1), so leistet der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 100% für eine vollständig privat berechnete Parodontosebehandlung.

Im Rahmen einer reinen Privatbehandlung (ohne Vorleistung der GKV) leistet der Tarif für eine Behandlung mit hochmoderner Technik, beispielsweise die Anwendung eines Laser-Gerätes oder die Arbeit mit einem hochauflösenden Operationsmikroskops. Für diese Leistungen akzeptiert der Versicherer die Berechnung der gemäß GOZ vorgesehenen Zuschlagspositionen (Zuschlag Laser GOZ 0120, Zuschlag OP-Mikroskop GOZ 0110).

Parodontosebehandlung mit Vorleistung der GKV:

Fällt die Parodontosebehandlung in den Leistungsumfang der GKV (Fall 2), weil die Taschentiefe oberhalb von 3,5mm liegt, leistet der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 100% für privat berechnete Mehrkosten.

Voraussetzung für die Berechnung der Mehrkosten ist, dass es sich um eigenständige Leistungen der GOZ handelt, die mit der Kassenleistung nicht abgegolten sind. Reine Verlangensleistungen gemäß §2.3 der GOZ werden vom Versicherer nicht erstattet.

Der angegebene Prozentsatz beinhaltet bereits die Vorleistungen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung, d.h. die Leistungen der GKV werden angerechnet.

Experten-Erklärung:

Bei einer Parodontose-Erkrankung bilden sich zwischen Zahn und Zahnfleisch sog. „Taschen“. In diesen Zahntaschen können sich Keime und Bakterien sammeln, die sich stark entzünden und eine Parodontitis hervorrufen können.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten eine Parodontose-Behandlung erst ab einer Taschentiefe von 3,5mm. Um die Taschentiefe festzustellen, kann Ihr Zahnarzt alle 2 Jahre einen PSI-Status (parodontaler Screening Index) auf Kosten Ihrer gesetzlichen Krankenkasse erstellen.

Stellt Ihr Zahnarzt eine akute oder chronische Zahnfleischerkrankung fest, erstellt er einen Parodontalstatus und reicht diesen zusammen mit einem Behandlungsplan bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein. Zähne, an denen sich Zahntaschen von mehr als 3,5mm gebildet haben, können auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden.

Viele Zahnärzte empfehlen jedoch im Sinne einer Prophylaxe eine systematische Parodontose-Behandlung auch für Zähne mit niedrigeren Taschentiefen. Diese Behandlung ist vollständig Privatleistung (Fall 1: Parodontosebehandlung ohne GKV-Vorleistung).

Liegen die Taschentiefen bei über 3,5mm, übernimmt die GKV im Rahmen des Sachleistungsprinzips die Kosten der Parodontosebehandlung vollständig – allerdings nur im Rahmen einer einfachen Standardbehandlung, welche den Richtlinien des 5. Sozialgesetzbuches (SGB V) entspricht. Demnach muss die Behandlung der GKV

  • ausreichend
  • wirtschaftlich
  • zweckmäßig

sein.

Entscheiden Sie sich in Absprache mit Ihrem Zahnarzt für eine darüber hinausgehende hochwertigere Versorgung mit moderner zahnmedizinischer Technik, können ungeachtet der Kassenleistung darüber hinausgehende privat zu tragende Mehrkosten entstehen.

Kieferorthopädie

Leistet der Tarif für kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen?

Nein, der Tarif sieht keine Leistungen für eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen vor.

Leistet der Tarif für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern in KIG-2?

Ja, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet für medizinisch notwendige kieferorthopädische Behandlungen von Kindern, sofern keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse erbracht wird (KIG 2).

Die Leistung beträgt 55%

Die Höhe der Leistungen bei KFO-Behandlungen ohne Vorleistung der GKV ist tariflich nicht auf einen bestimmten Höchstbetrag begrenzt!

Experten-Erklärung:

Viele Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren benötigen eine Zahnspange. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Korrektur allerdings nur in mittleren bis schweren Fällen.

Der Kieferorthopäde vermisst den Kiefer und trifft anhand der Ergebnisse eine Einstufung nach den sogenannten „kieferorthopädischen Indikationsgruppen“, abgekürzt „KIG“. Diese Skala zur Kategorisierung von Zahnfehlstellungen geht von KIG1 (sehr leichte Fehlstellung) bis KIG5 (schwerwiegende Fehlstellung). Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Korrektur erst ab KIG3 – 5.

Bei leichten Fehlstellungen vom Grad KIG 1-2 ist eine Korrektur keine Kassenleistung. Während eine Behandlung beim Grad von KIG 1 in den meisten Fällen noch nicht medizinisch notwendig ist, empfehlen die meisten Zahnärzte und Kieferorthopäden bei einer Fehlstellung vom Grad KIG 2 eine frühzeitige Behandlung, um eine weitere Verschiebung der Zähne zu verhindern und die Fehlstellung frühzeitig zu korrigieren.

Die Kosten einer solchen KFO-Behandlung können bis zu ca. 6.000€ betragen und sollten bei Kindern frühzeitig versichert werden. Der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung für Kinder ist nur möglich, solange der Zahnarzt vor Abschluss keine Zahnfehlstellung diagnostiziert hat!

Leistet der Tarif für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern in KIG 3-5?

Ja, der Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 leistet für Mehrkosten einer kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern, wenn die Leistung grundsätzlich in den Bereich der gesetzlichen Krankenkasse fällt (KIG 3-5).

Die Leistung beträgt 90%.

Erstattungsfähig sind ausschließlich Kosten für medizinisch notwendige Zusatzleistungen. Leistungen, die rein aus Gründen der Ästhetik erbracht werden, sind nicht erstattungsfähig!

Die Höhe der Leistungen bei KFO-Behandlungen mit Vorleistung der GKV ist tariflich nicht auf einen bestimmten Höchstbetrag begrenzt!

Experten-Erklärung:

Wenn bei Ihrem Kind eine mittlere bis schwerwiegende Zahnfehlstellung im Grad KIG 3-5 vorliegt, erstattet die gesetzliche Krankenkasse die Kosten einer Standard KFO-Behandlung. Die Eltern müssen in diesem Fall zunächst 10 bis 20% Selbstbehalt übernehmen – dieser wird seitens der GKV dann am Ende der Behandlung rückerstattet, wenn ein erfolgreicher Abschluss der Behandlung nachgewiesen werden kann – damit will man Eltern und Kinder motivieren, aktiv auf einen erfolgreichen Behandlungsverlauf mitzuwirken (z.B. indem herausnehmbare Zahnspangen regelmäßig getragen werden).

In diesen Fällen können – zusätzlich zur Leistung der gesetzlichen Krankenkasse – Mehrkosten für ergänzende Privatleistungen entstehen. Diese sind gesondert im Rahmen einer sogenannten Mehrkostenvereinbarung mit dem Kieferorthopäden zu vereinbaren. Darin können beispielsweise hochwertigere Brackets, Retainer oder andere Zusatzleistungen vereinbart werden. Die Kosten solcher Zusatzleistungen liegen in vielen Fällen zwischen ca. 1.000 – 2.000€.

Private Zusatzversicherungen übernehmen teilweise auch derartige Mehrkosten in gewissem Umfang. Üblicherweise werden allerdings nur solche Mehrkosten erstattet, die für medizinisch notwendige Zusatzbehandlungen anfallen – es sei denn, die offiziellen Vertragsbedingungen (AVB) führen explizit auch Leistungen für rein kosmetische Zusatzleistungen auf (nur in diesem Fall wären auch kosmetische Zusatzleistungen vom Versicherungsschutz erfasst).

Sonstiges

So gehen Sie im Leistungsfall vor

Vor Beginn der Behandlung – Heil- und Kostenplan prüfen lassen:

Die Einreichung eines Heil- und Kostenplanes (HKP) vor Behandlungsbeginn ist im Tarif Münchener Verein 571+572+573+574 nicht zwingend vorgeschrieben – das bedeutet, dass die Erstattungsleistung nicht rein auf Basis des Umstandes gekürzt werden kann, dass vorab kein Heil- und Kostenplan eingereicht worden ist.

Generell empfehlen wir jedoch im eigenen Interesse umfangreichere zahnärztliche Behandlungen (insbesondere im Bereich Zahnersatz oder Kieferorthopädie) im Vorhinein mit dem Versicherer abzustimmen und rechtzeitig einen Kostenplan zur Prüfung einzureichen. Der Versicherer teilt Ihnen dann schon vorab mit, ob er die Kosten der geplanten Behandlung im vollen tariflichen Umfang übernehmen kann oder ob es Einschränkungen gibt.

Hinweis für weniger umfangreiche Behandlungen:

Bei kleinen Behandlungen wie z.B. einer professionellen Zahnreinigung (PZR) oder einer Kunststofffüllung müssen Sie natürlich vorab keinen Kostenplan einreichen. Hier reicht es in der Tat aus, später die Rechnung einzureichen.

Ihren Heil- und Kostenplan können Sie dem Versicherer wahlweise per Post, Fax oder E-Mail senden:

Per Post:
MÜNCHENER VEREIN Krankenversicherung a.G.
Pettenkoferstraße 19
80336 München
Per E-Mail:
info@muenchener-verein.de

Nach der Behandlung – Rechnung per Post einreichen:

Nach Durchführung der Behandlung erhalten Sie von Ihrem Zahnarzt üblicherweise eine Rechnung in zweifacher Ausfertigung – Original und Duplikat.

Der Versicherer benötigt für die Erstattung das Original. Bitte schicken Sie die Original-Rechnung unbedingt per Post direkt an die Versicherung (Anschrift siehe oben).

Die Versicherung überweist seine Leistung nie an den Zahnarzt direkt, sondern immer auf Ihr Konto. Die Überweisung der Rechnung an Ihren Zahnarzt müssen Sie daher selbst veranlassen. Dazu gehen Sie entweder in Vorleistung oder warten den Geldeingang des Versicherers ab (bitte berücksichtigen Sie eventuell bestehende Zahlungsziele Ihres Zahnarztes – die rechtzeitige Begleichung der Rechnung liegt in Ihrem Verantwortungsbereich, unabhängig davon wie lange die Bearbeitung der Rechnungen durch den Versicherer dauert).

Hinweis 1: Bearbeitungsdauer allgemein

Üblicherweise dauert die Bearbeitung von Rechnungen und Kostenplänen nicht länger als maximal 2-4 Wochen. Insbesondere Kleinschäden wie z.B. Zahnreinigung werden häufig auch deutlich schneller reguliert.

In Einzelfällen kann die Bearbeitung länger dauern, beispielsweise wenn die Versicherung noch weitergehende Unterlagen zur Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit o.Ä. benötigt.

Hinweis 2: Bearbeitungsdauer insbesondere beim 1. größeren Leistungsfall

Insbesondere die Prüfung des ersten größeren Leistungsfalles wird in den meisten Fällen etwas länger dauern, weil die Versicherung zu diesem Zeitpunkt üblicherweise prüft, ob die eingereichte Behandlung bereits vor Antragstellung vom Zahnarzt angeraten war. Aus diesem Grund fordert der Versicherer beim ersten Schadenfall üblicherweise Auskünfte Ihres Zahnarztes ein.

Bitten Sie Ihren Zahnarzt in diesem Fall um seine zügige Mithilfe. Je zügiger Ihr Zahnarzt die benötigten Auskünfte erteilt, umso schneller kann das Versicherungsunternehmen Ihren Leistungsfall regulieren und das Geld auf Ihr Konto überweisen.

Allgemeine Versicherungsbedinungen

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