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Zahnzusatzversicherung - Ausschlüsse & versteckte Klauseln

07.09.2017

Eine gute Zahnzusatzversicherung zu finden sollte nicht all zu schwer sein - denken viele, die auf eigene Faust im Internet recherchieren. Bei meinen täglichen Beratungsgesprächen stelle ich immer wieder fest, dass Verbraucher häufig nicht genau genug vergleichen und nachteilige Klauseln und Fallstricke in den Versicherungsbedingungen übersehen werden. Im folgenden Beitrag lesen Sie, was es alles an Klauseln gibt und worauf man achten sollte.

Testsieger bei Stiftung Warentest - da kann man doch nichts falsch machen, oder?

Es könnte eigentlich so einfach sein: Die Deutsche Familienversicherung verspricht in ihrem Tarif DFV Zahnschutz Exklusiv eine Leistung in Höhe von 100% - sowohl für Zahnbehandlungen wie auch für Zahnersatz. Versichert sind selbstverständlich auch Implantate - die Versicherung wurde von der Stiftung Warentest bereits zwei mal mit der Bestnote 0,5 ausgezeichnet. Da kann man doch gar nichts falsch machen? Ganz so einfach ist es zumindest nicht - man sollte das Kleingedruckte genau lesen.

Wofür schließt man eine Zahnzusatzversicherung ab? Die meisten Menschen tun das, weil sie langfristig Angst vor sehr hohen Belastungen für Zahnersatz haben - hier drohen durchaus Rechnungen von 10.000, 20.000 oder gar 30.000 Euro, die ohne Zahnzusatzversicherung zu einem Großteil privat bezahlt werden müssen. Wenn es um derart hohe Zahnersatz-Rechnungen geht, spielen häufig aber auch Implantate eine große Rolle. Im nachfolgen Beispiel werden einer etwa 66 - 70 Jahre alten Frau 12 Implantate gesetzt - insgesamt kommt sie damit auf einen Eigenanteil von rund 33.000 Euro (Quelle www.2te-zahnarztmeinung.de)

Heil- und Kostenplan - Implantate - 33000 Euro Eigenanteil
HKP für 12 Implantate mit Zahnersatz - Eigenanteil über 33.000 Euro (Quelle: www.2te-zahnarztmeinung.de)

Hätte die DFV hier wirklich alle Kosten vollständig übernommen? Leider nein - denn der Tarif hat im Kleingedruckten zwei Einschränkungen für Implantate, die es in sich haben:

1. die DFV übernimmt je Kiefer maximal 5 Implantate

2. die DFV übernimmt pro Jahr maximal die Kosten für 1 Implantat (außer im Jahr zuvor wurden keine Leistungen für Implantate in Anspruch genommen - dann können bis zu 2 Implantate auf einmal erstattet werden)

Man kann sich an 5 Fingern abzählen, dass hier ein sehr großer Teil der Rechnung nicht erstattet worden wäre.

Zahnzusatzversicherung - drum prüfe, wer sich langfristig bindet

Man sollte sich vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung schon mit der Materie auseinandersetzen. Die meisten Menschen trauen sich allerdings nicht zu, komplexe Versicherungsbedingungen selbst zu analysieren oder viele haben auch einfach gar keine Lust und Zeit, sich damit zu beschäftigen. In diesem Fall sollten Sie kompetente Beratung von einem Profi in Anspruch nehmen, der sich mit Zahnzusatzversicherungen auskennt. Als Experten auf dem Gebiet der Zahnzusatzversicherung kennen wir all diese Fallstricke und können diese in unsere Beratung mit einfließen lassen, um Sie vor derart bösen Überraschungen zu schützen.

Zugegeben - diese Klausel bzgl. Implantaten ist schon eine der gravierendsten Einschränkungen, die man so finden kann - dennoch gibt es viele andere Punkte, die ein Versicherer in den AVB einschränken kann:

- Materialkosten: optimalerweise sollte eine Zahnzusatzversicherung darauf verzichten, in den Bedingungen ein festes Preisverzeichnis für Material- und Laborkosten zu hinterlegen - das könnte den Versicherungsschutz einschränken. Besser ist eine offene Angemessenheitsklausel (auch hier könnte der Versicherer im Bedarfsfall Materialkosten kürzen, allerdings nur, wenn diese deutlich überhöht sind)

- Abhängigkeit von der Vorleistung einer GKV: optimal ist es, wenn eine Zusatzversicherung komplett unabhängig von der gesetzlichen Krankenkasse die vereinbarten Leistungen erbringt - das tun bei Zahnersatz z.B. der Tarif Württembergische V1 (90%) oder die UKV Zahnprivat Premium (90%) um beispielhaft zwei gute Tarife zu nennen

- Funktionsanalytische Leistungen (FAL / FT): bei Zahnersatz werden häufig zusätzlich funktionsanalytische und funktionstherapeutische Behandlungen in Rechnung gestellt (GOZ 8000 und folgende) - einige Anbieter schließen diese Leistungen aus oder führen sie nicht explizit als erstattungsfähig auf - das kann mehrere 100 Euro Erstattungsleistung ausmachen, wenn es um Zahnersatz geht

- Keramikverblendungen - manche Anbieter begrenzen ihre Leistung für keramische Verblendungen im Backenzahnbereich, z.B. dass diese nur bis zum 5. oder 6. Backenzahn übernommen werden - gute Tarife übernehmen diese Kosten auch für die hinteren Backenzähne

- Leistungshöhe in Prozent: sind 70% immer 70%? Nein - es macht einen erheblichen Unterschied, ob 70% beispielsweise „zusammen mit der GKV-Leistung“ berechnet werden, oder ob die Kasse nicht berücksichtigt wird, oder ob der Versicherer z.B. 70% vom Eigenanteil - also nach Leistung der gesetzlichen Krankenkasse leistet. Schlechtestenfalls gibt es auch Versicherungen, die einen bestimmten Prozentsatz nur von der gesetzlichen Regelversorgung leisten, was natürlich auch nicht optimal ist, da hier mitunter sehr niedrige Gesamtleistungswerte rauskommen können

Zahnzusatzversicherung - wir beraten Sie und zeigen auf, worauf Sie achten müssen

Ich denke, man kann an diesen Beispielen gut erkennen, dass es viele Klauseln und Fallstricke gibt, auf die man achten sollte, wenn man Zahnzusatzversicherungen vergleicht. In unserem Vergleichsrechner können Sie all diese Merkmale übersichtlich gegenüberstellen und selbst herausfinden, wo die Stärken und Schwächen der angebotenen Tarife liegen - bei Bedarf stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Rufen Sie uns gerne an unter 08142 651 39.

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