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ÖKOTEST Zahnzusatzversicherung – 10-2015

Ökotest nimmt insgesamt 65 Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe – Testsieger ist die Bayerische VIP dental Prestige

Auch das renommierte Testmagazin ÖKOTEST lässt es sich in 2015 nicht nehmen, mal wieder den Markt in Sachen Zahnzusatzversicherungen zu sondieren. Insgesamt wurden 65 Tarife von 24 Versicherungsgesellschaften analysiert und bewertet.

Die Fakten zum Test in Kürze

  • 65 Tarife → davon 6 x 1. Rang (Sehr Gut) und 8 x 2. Rang (Gut)
  • ÖKOTEST empfiehlt, nur „leistungsstarke Tarife“ abzuschließen
  • ÖKOTEST warnt vor Mogelpackungen (z.B. Tarife mit Preisverzeichnissen für Materialkosten) und weist auf anfängliche Summenstaffelungen hin

Tarife 1.Rang

Gesellschaft Tarif Monatsbeitrag bei Alter 40 Monatsbeitrag bei Alter 50 Monatsbeitrag bei Alter 60 Preisniveau Alterungs-
rückstellungen
Erstattung insgesamt Gesamturteil
VIP Dental Prestige 32,10 € 39,20 € 49,80 € hoch nein 50,80% 1.Rang
JA Dental Plus 25,61 € 31,27 € 38,41 € erhöht nein 48,7% 1.Rang
QualiMed Z Z90 + Zpro 22,97 € 36,82 € 36,82 € erhöht nein 47,7% 1.Rang
QualiMed Z Z80 + Zpro 19,70 € 30,42 € 30,42 € mäßig nein 46,4% 1.Rang
EZ 70plus 35,64 € 39,85 € 42,11 € erhöht ja 45,1% 1.Rang
V.I.P Dental Komfort 20,60 € 25,30 € 32,30 € mäßig nein 43,9% 1.Rang

Tarife 2.Rang

Gesellschaft Tarif Monatsbeitrag bei Alter 40 Monatsbeitrag bei Alter 50 Monatsbeitrag bei Alter 60 Preisniveau Alterungs-
rückstellungen
Erstattung insgesamt Gesamturteil
Kombi KDT85 + KDBE 28,04 € 35,00 € 36,95 € erhöht nein 43,20% 2.Rang
Dent Premium U 21,02 € 33,34 € 36,85 € mäßig nein 39,8% 2.Rang
Z2U + ZV 27,78 € 30,37 € 32,10 € mäßig teilweise 38,6% 2.Rang
Plan 3 15,77 € 16,93 € 17,72 € niedrig ja 37,3% 2.Rang
Dent Komfort U 14,71 e 24,61 € 27,54 € niedrig nein 36,9% 2.Rang
ZahnPREMIUM 38,43 € 42,56 € 38,44 € hoch ja 36,9% 2.Rang
Z 90 Bonus 23,86 € 32,11 € 38,44 € mäßig nein 36,7% 2.Rang
MediZ Plus + MediProphy 19,52 € 25,32 € 31,76 € mäßig nein 35,3% 2.Rang

Der Zahnzusatzversicherung Test von ÖKOTEST:

Getestet wurde in Ausgabe Oktober 2015 anhand von vorgegebenen Musterrechnungen. In Zusammenarbeit mit der BZÄK hat ÖKOTEST gemeinsam Musterrechnungen konzipiert, welche den am Test beteiligten Versicherungsgesellschaften vorgelegt worden ist.

Unter der Annahme, dass der Versicherungsnehmer den Tarif dann erstmalig im 2. oder 4. Versicherungsjahr in Anspruch nimmt, wurden Mustererstattungen zugrundegelegt und verglichen. Angenommen wurde ein Leistungsfallpaket mit einem Keramik-Inlay, einer Goldkrone, einer Verblendmetallkeramikkrone, einer Vollkeramikkrone, einem Implantat inkl. Krone, zwei Kunststofffüllungen, komplexe Wurzelkanalbehandlungen mit und ohne Kassenvorleistung sowie zwei mal professionelle Zahnreinigung.

Für die Ermittlung des Testergebnisses wurden im Anschluss von den erzielten Leistungen noch die bis dato zu bezahlenden Beiträge abgezogen. Aus den übrig gebliebenen Leistungsbeträgen hat ÖKOTEST ein Ranking gebildet.

EXPERTEN-Kritik:

Alles schön und gut – der Ansatz von realen Erstattungsbeispielen zum Vergleich ist nicht neu.

Als Experte für Zahnzusatzversicherungen sehe ich bei dieser Test-Konzeption insbesondere zwei Denkfehler:

1. schön und gut, wenn man mit Musterrechnungen arbeitet – aber eine Versicherung versichert ungewisse Zukunftsrisiken. Wir haben jetzt ein relevantes Testergebnis für genau diesen Musterfall und wissen, welche Versicherung für genau diesen Musterfall am sinnvollsten gewesen wäre. Tja, nun stellt sich aber für einen jeden das Problem, dass man im vorhinein nie genau wissen kann, was die Zukunft bringt. Für einen anderen Modellkunden hätte die Rechnung möglicherweise ganz anders aussehen können. Es ist natürlich einfach, sich nach einem Gegentor beim Fußball hinzustellen und zu sagen, was der Verteidiger oder der Torwart hätte besser machen sollen. Aber im Moment des Geschehens ist das für den Beteiligten natürlich deutlich schwieriger abzuschätzen.

2. ÖKOTEST macht aus einem Versicherungsprodukt ein gedachtes Sparprodukt – was zahle ich ein, was bekomme ich raus – wo bekomme ich am meisten „Rendite“. Vielleicht sollte sich die Redaktion von ÖKOTEST mal mit dem Versicherungsgedanken als solchen beschäftigen. Eine Versicherung ist ein Zusammenschluss vieler Einzelrisiken zu einem Kollektiv – entsteht im Laufe der Zeit einem aus dem Kollektiv ein Schaden, so übernimmt das Kollektiv den Schaden des einzelnen – und alle zahlen Beiträge ein, um im Falle des Falles über das Kollektiv abgesichert zu sein. Und eines muss doch bitte auch jedem klar sein – eine Versicherung ist dazu da, zukünftige Schäden abzusichern, die noch nicht absehbar sind. Wer nach 2 Jahren bereits Behandlungsbedarf in Höhe von fast 6000 Euro hat und diesen Schaden bei einer Versicherung geltend machen will, der ist entweder der Pechvogel des Jahrtausends oder aber die Zähne waren vor Abschluss schon so marode, dass der Schaden absehbar war und der Versicherer (zu Recht) überhaupt nicht leistet. Das Bild, welches ÖKOTEST vermittelt ist hier meines Erachtens ein falsches. Der Versicherungsgedanke ist ein langfristiger – und welche Versicherung dann letztlich das beste Produkt ist, kann man hinterher „berechnen“. Vor Abschluss lässt sich nur eine Analyse durchführen, welche Möglichkeiten habe ich (Zahnzustand), welche Leistungsbereiche und Merkmale sind wichtig, welche Leistungsklasse soll es werden – danach lässt sich eine Empfehlung formulieren. Das Testergebnis von ÖKTOEST ist in der Hinsicht ziemlich unbrauchbar.

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