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Zahnzusatzversicherung Stiftung Warentest 2018 – Zusammenfassung

Schon seit dem Jahr 2008 testet die Stiftung Warentest bzw. die Schwesterzeitschrift FINANZtest regelmäßig Zahnzusatzversicherungen aller namhaften privaten Krankenversicherer auf Herz und Nieren.

Über die Jahre lässt sich positiv feststellen: Die Qualität von Zahnzusatzversicherungen wird immer besser. Gab es im Jahr 2008 gerade einmal 3 Anbieter mit der Bestnote „Sehr Gut“, so sind im Jahr 2014 bereits 55 von 189 getesteten Zahnversicherungen mit dem Urteil „Sehr Gut“ bewertet worden. In der aktuellsten Untersuchung im Mai 2018 sind sogar 70 von 220 getesteten Zahnzusatzversicherungen mit der Top-Note Sehr Gut ausgezeichnet worden.

Doch: einfacher macht das dem Verbraucher die Auswahl der passenden Versicherung natürlich leider nicht – eher im Gegenteil. Aufgrund der Vielzahl der getesteten und sehr gut bewerteten Tarife lässt sich kaum ein „Testsieger“ bei Stiftung Warentest benennen.

Die beste Benotung erhielt auch im Jahr 2018 mit 0,5 das Angebot „Zahnschutz Exklusiv“ der Deutschen Familienversicherung - allerdings wurden aktuell auch die Tarife ZAHN Prestige der Bayerischen sowie Hanse Merkur EZL mit derselben Note 0,5 ausgezeichnet. Ebenfalls wieder dicht gefolgt von den Tarifen DKV KDTP100 bzw. DKV KDTP100 + KDBE mit Testnote 0,6 sowie Hallesche Giga.Dent / DentZE.100 (Testnote 0,8). Dahinter folgten ERGO-Direkt, der Münchener Verein, R+V sowie die UKV / BBKK immerhin mit Testnote 1,0.


Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung – Übersicht der besten Tarife (bis 1,0)

Versicherung Tarif Monatsbeitrag für Alter Bewertung / Note gesamt Privatversorgung
(ohne Inlays & Implantate)
Inlays Implantat-
versorgung
Jährliche Obergrenzen für alle Tarifleistungen
43 € 58 € 73 €
Die Bayerische Zahn Prestige 42  € 50 € 61 € sehr gut (0,5) ++ ++ ++ ++
DFV Zahnschutz Exklusiv 32 € 32 € 40 € sehr gut (0,5) ++ ++ ++ ++
Hanse Merkur EZL 34 € 42 € 42 € sehr gut (0,5) ++ ++ ++ ++
DKV KDTP100 + KDBE 37 € 45 € 45 € sehr gut (0,6) ++ ++ ++ ++
DKV KDTP100 38 € 49 € 60 € sehr gut (0,6) ++ ++ ++ ++
ARAG Dent100 34 € 45 € 56 € sehr gut (0,8) ++ ++ ++ ++
Hallesche DentZE.100 34 € 42 € 42 € sehr gut (0,8) ++ ++ ++ ++
Hallesche DentZE100 + DentPro80 35 € 44 € 44 € sehr gut (0,8) ++ ++ ++ ++
Hallesche DentZE100 + DentZB100 + DentPro 80 31 € 37 € 43 € sehr gut (0,8) ++ ++ ++ ++
Hallesche Giga.Dent 34 € 49 € 49 € sehr gut (0,8) ++ ++ ++ ++
BBKK / UKV Zahnprivat Premium 37 € 45 € 45 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
DFV Zahnschutz Premium 90 25 € 33 € 38 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
ERGO Direkt ZAB+ZAE+ZBB 36 € 44 € 50 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
ERGO Direkt ZAB+ZAE+ZBB+ZBE 32 € 46 € 50 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
Münchener Verein 571+572+573+574 24 € 24 € 24 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
Münchener Verein 571+572+573 26 € 37 € 41 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++
R+V Z1U + ZV 25 € 25 € 25 € sehr gut (1,0) ++ ++ ++ ++


Stiftung Warentest – Die Verlierer des Tests zur Zahnversicherung

Wo es Gewinner gibt, gibt es bekanntlich auch Verlierer. Tarife mit nur sehr geringer Zahnersatzleistung von z.B. 20, 25 oder 30% wurden nur mit schwachen Noten bewertet, beispielsweise das Angebot ZG20 der SDK (ausreichend 4,2) oder der Tarif „Zahnersatz“ der VIGO Krankenversicherung.

Auch Tarife, die nur den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse verdoppeln, wie z.B. der ZEF von ERGO-Direkt / Neckermann, der 560 des Münchener Verein oder ZR der Nürnberger Krankenversicherung, wurden nur mit einem „ausreichend“ bewertet.


So wurde bei Finanztest bewertet – Testkriterien und Grundlagen

Die Testkriterien sind gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert. Unterschieden wurden die Tarife nach Art der Beitragskalkulation:

Unterscheidung nach Art der Beitragskalkulation

Getestet wurde – wie auch schon in den Jahren zuvor – in zwei Kategorien. Unterschieden wurden Tarife, die nach Art der Lebensversicherung kalkuliert sind und Tarife nach Art der Schadenversicherung.

Bei Tarifen nach Art der Lebensversicherung sind die Einstiegsbeiträge höher, weil der Versicherer eine sogenannte „Alterungsrückstellung“ in den Beitrag mit einkalkuliert. Der Vorteil: die Beiträge steigen dann mit dem Älterwerden nicht mehr automatisch an.

Tarife nach Art der Schadenversicherung haben den Vorteil, dass jüngere Menschen teilweise deutlich günstiger einsteigen. Mit dem Älterwerden steigen die Beiträgen dann jedoch automatisch an – bei manchen Anbietern jedes Jahr (z.B. Janitos, Advigon oder die Bayerische), bei anderen werden mehrere Altersklassen zu Gruppen zusammengefasst (z.B. bei AXA, ERGO Direkt oder dem Münchener Verein).

Doch Vorsicht: Beitragsanpassungen aufgrund steigender Kosten sind in beiden Modellen möglich! Das geht unseres Erachtens aus der Darstellung von Finanztest nur unzureichend hervor – man kann den Eindruck gewinnen, dass Tarife nach Art der Lebensversicherung eine Art Beitragsgarantie bieten würden – doch dem ist nicht so!


So wurde bei Stiftung Warentest getestet – Nur Zahnersatz-Leistungen bewertet

Wie auch in den Jahren zuvor, hat die Stiftung Warentest ausschließlich die Tarifleistungen im Bereich Zahnersatz bewertet. Zusätzliche Leistungen – die unserer Einschätzung nach auch sehr wichtig sein können – etwa für Prophylaxe (z.B. PZR), Kunststofffüllungen oder Wurzelbehandlungen wurden zwar am Rande mit Fußnoten erwähnt, sind jedoch technisch nicht in die Bewertung eingeflossen. Als „Kleine Extras“ bezeichnet die Stiftung Warentest diese Zusatzleistungen – wer schon mal eine Wurzelbehandlung privat bezahlen musste, der kann darüber wohl nur lachen (Kostenpunkt bis etwa 1.000€).

Besser wäre sicherlich gewesen, wenn man die Tarife noch einmal in zwei Kategorien unterteilt hätte, nämlich einmal reine Zahnersatzversicherungen und zum anderen Kombitarife, wo sowohl Zahnersatz als auch Zahnbehandlung & Prophylaxe versichert sind.

Die meisten Interessenten legen unserer Erfahrung nach neben Zahnersatz auch Wert auf Zahnerhaltung und Zahnreinigung – auch Zahnärzte empfehlen Ihren Patienten üblicherweise eher den Abschluss solcher umfassenderen Policen, denn Zahnerhalt geht einfach vor Zahnersatz.


Die Gewichtung bei Stiftung Warentest: Regelversorgung, Implantate & Co

Die verschiedenen Leistungskriterien im Bereich Zahnersatz wurden seitens der Stiftung Warentest folgendermaßen gewichtet:

Leistungskriterium Gewichtung
Regelversorgung 10%
Privatversorgung ohne Inlays und Implantate 40%
Inlays 25%
Implantate 15%
Jährliche Obergrenzen 10%

Diese Gewichtung halten wir von Zahnzusatzversicherung Experten für nicht besonders günstig:

Das Kriterium „gesetzliche Regelversorgung“ beispielsweise ist zwar „nur“ mit 10% in das Bewertungsergebnis eingeflossen – doch das ist schon zu viel. Wer schließt denn eine private Zahnzusatzversicherung ab? Und zu welchem Zweck? Das sind Menschen, die viel Wert auf ihre Zähne legen und sich modernen und hochwertigen Zahnersatz leisten möchten. Regelversorgung kommt unserer Erfahrung nach in der Praxis kaum vor – ob ein Tarif hierfür eine etwas höhere Leistung bietet (was im übrigen ohnehin die meisten Anbieter tun!) oder nicht, ist unserer Einschätzung nach absolut irrelevant.

Im Gegenzug werden Implantate seitens Stiftung Warentest lediglich mit 15% in das Gesamtergebnis einbezogen – das wiederum ist viel zu wenig, denn fast immer, wenn Zahnersatzrechnungen in die zehntausende gehen, sind Implantate mit von der Partie.

Auch die anfänglichen jährlichen Obergrenzen kommen mit 10% relativ kurz im Gesamtergebnis. Sicherlich, für die langfristige Leistungsstärke eines Tarifes ist es nicht von Belang, ob er anfänglich hohe oder niedrige Begrenzungen in den AVB verankert hat – hier kann ich lediglich auf meine langjährige Beratungserfahrung verweisen: für über die Hälfte aller Interessenten, spielen auch die anfänglichen Leistungsstaffeln eine erhebliche Rolle bei der Tarifauswahl.


Fazit – Experten-Test mehr Individualität als der Zahnzusatzversicherung Stiftung Warentest

Der Zahnzusatzversicherung Test von Finanztest bietet zwar wie immer solide Arbeit und gibt dem Unbedarften sicherlich einen ersten Überblick, um ins Thema zu finden.

Doch die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich, so dass ein Test von Stiftung Warentest niemals individuelle Beratung ersetzen kann. Eine wichtige Rolle beispielsweise spielt das Thema Gesundheitsprüfung – viele Anbieter fragen im Antrag den Zahnzustand ab und nehmen nicht jeden Kunden. Mit unserem Vergleichsrechner können Sie das beispielsweise problemlos individuell prüfen – anhand des eingegebenen Zahnzustandes erhalten Sie bei uns eine Abschließbarkeitsgarantie – jeder online als verfügbar angezeigte Tarif ist dann auch wirklich realisierbar (vorausgesetzt, dass die von Ihnen erfassten Angaben zum Zahnzustand korrekt waren).

Darüber hinaus legt jeder auf andere Leistungsmerkmale Wert – während dem einen ein möglichst umfassender Schutz wichtig ist, möchte der nächste vielleicht gezielt nur Zahnersatz absichern. Derjenige mit viel vorhandenem Zahnersatz legt möglicherweise großen Wert auf anfänglich hohe Summenstaffeln, derjenige mit sehr gutem Zahnzustand vielleicht eher nicht. All diese Merkmale können Sie in unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich selbst filtern und gewichten, so dass Sie am Ende den für Sie passendsten Tarif finden können.

Bei Fragen oder Problemen schreiben Sie uns am besten einfach ein E-Mail über Kontakt oder rufen Sie uns an. Bei uns ist Beratung noch Chefsache – der Autor Maximilian Waizmann verfügt über mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Thema Zahnzusatzversicherung und hilft Ihnen gerne fachlich und kompetent weiter – durch die Inanspruchnahme unserer Dienstleistung entstehen Ihnen gegenüber einem Direktabschluss keine zusätzlichen Kosten!

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